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Preisverleihung 2017 am 02. Juli 2017

Dr. Oswald Georg Bauer, der langjährige Mitarbeiter und Pressechef des früheren Festspielleiters Wolfgang Wagner, hat im Rahmen eines Festaktes in der Leipziger Oper den Richard-Wagner-Preis der Leipziger Richard-Wagner-Stiftung erhalten. Überreicht wurde der Preis durch den Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in kulturellen Fragen, Dr. Zaki al Nusseibeh, der zugleich Stiftungsratsvorsitzender der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig ist sowie Leipzigs Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur, Dr. Skadi Jennicke.

 

Die sächsische Regierung wurde bei diesem Festakt durch die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva Maria Stange vertreten. Sie äußerte dazu: „Insgesamt 18 Orte in Mitteldeutschland sind eng mit dem Leben und künstlerischen Schaffen des Leipzigers Richard Wagner verbunden. In den Stätten seiner Kindheit und Jugend hat er seine Liebe zur Musik entdeckt und erhielt seine musikalische Ausbildung. Deshalb ist die Pflege der Richard-Wagner-Tradition in Sachsen von großer Bedeutung. Ich möchte heute nicht nur dem Preisträger des diesjährigen Richard Wagner Preises, Dr. Oswald Georg Bauer, ganz herzlich gratulieren, sondern gleichzeitig der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig danken. Sie setzt sich seit 2010 engagiert dafür ein, Richard Wagners Wirken lebendig zu halten.“

„Oswald Georg Bauer hat sein Lebenswerk bei und mit den Richard-Wagner-Festspielen Bayreuth ganz im Sinne des nach ihm benannten Komponisten mit einem Gesamtkunstwerk gekrönt. Er schuf mit "Die Geschichte der Bayreuther Festspiele 1850 bis 2000" in zwei Bänden etwas Großes, Außergewöhnliches und bisher Einmaliges. Es wurde ein enzyklopädisches Standardwerk über die Geschichte der Bayreuther Festspiele, über das große Schaffen des Leipziger Komponisten Richard Wagner, über 150 Jahre deutsche Theatergeschichte, Politik, Kultur und gesellschaftlichen Diskurs.

 

Die Leipziger Richard-Wagner-Stiftung ehrt mit dem mit 10.000 € dotierten Preis seit 2013 intensives künstlerisches Wirken für und im Sinne Richard Wagners. Der Preis, eine dem von dem Leipziger Maler und Bildhauer Max Klinger für Leipzig entworfenen aber nie vollendeten Wagner-Denkmal nachempfundene 35 Zentimeter hohe Skulptur, wird alljährlich zu Richard Wagners Geburtstag in den Kategorien Musik oder Publizistik für eine besondere Leistung oder ein Lebenswerk vergeben und stets für einen herausragenden Nachwuchskünstler. Im Jahr 2014 wurde die polnische Dirigentin und Opernintendantin von Breslau, Ewa Michnik mit dem Preis ausgezeichnet, 2015 der Dirigent Christian Thielemann und 2016 die Opernsängerin Waltraud Meier.

 

Ausgezeichnet wurden im Rahmen des Festaktes auch die Preisträger in der Kategorie Nachwuchs. Mit dem Richard-Wagner-Nachwuchspreis der Stiftung werden junge Nachwuchskünstler geehrt, die ihr überdurchschnittliches Können mit intellektuellem Zugang zum Werk und der Ideenwelt Richard Wagners unter Beweis gestellt haben. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. 

 

Siegerin des internationalen Wettbewerbs 2017 um den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig in der Kategorie Nachwuchs ist die Mezzosopranistin Natalia Boeva (27) aus St. Petersburg.

 

Boeva hat am staatlichen Rimskij-Korsakov-Konservatorium und der EDIKA-Universität ihrer Heimatstadt St. Petersburg studiert und ihren Bachelor sowohl in Gesang als auch Chorleitung abgelegt. Seit Oktober 2016 studiert die junge Künstlerin an der Theaterakademie August Everding in München im Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang und in der Gesangsklasse bei KS Prof. Christiane Iven. 

 

Ein Stipendium für die Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth erhielten die aus Südkorea stammende Pianistin Yuna Kim (23) von der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf sowie die Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold (27) und der Organist Sebastian Heindl (19), beide Leipziger und Studenten an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in der Geburtsstadt Richard Wagners.

Fotograf Robert Raithel

von links nach rechts:

Horst Eggers (Präsident Richard-Wagner-Verband International), Dr. Eva-Maria Stange (Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst), Dr. Sven Friedrich (Laudator und Museums- und Archivdirektor Richard Wagner Museum Bayreuth), Dr. Oswald Georg Bauer (Preisträger), Thomas Krakow (Vorstandsvorsitzender Richard-Wagner-Stiftung Leipzig), Natalia Boeva (Preisträgerin in der Kategorie Nachwuchs), Jörg Zochert (Geschäftsführer KSW GmbH, Premiumsponsor), Dr. Skadi Jennicke (Kulturbürgermeisterin Stadt Leipzig), Christian Geltinger (Chefdramaturg Oper Leipzig), Jasmin Solfaghari (Vorsitzende der Jury in der Kategorie Nachwuchs), Dr. Zaki al Nusseibeh (Stiftungsratsvorsitzender Richard-Wagner-Stiftung Leipzig).

Oswald Georg Bauer erhält Richard Wagner Preis 2017

Pressefoto Oswald Georg Bauer
Pressefoto Oswald Georg Bauer

Dr. Oswald Georg Bauer, der langjährige Mitarbeiter und Pressechef des früheren Leiters der Bayreuther Festspiele Wolfgang Wagner, erhält den diesjährigen Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig.

 

„Oswald Beorg Bauer hat sein Lebenswerk bei und mit den Richard-Wagner-Festspielen Bayreuth ganz im Sinne des namengebenden Komponisten mit einem Gesamtkunstwerk gekrönt. Er schuf 2016 mit der „Geschichte der Bayreuther Festspiele 1850 bis 2000" in zwei Bänden etwas Großes, Außergewöhnliches und bisher Einmaliges. Es wurde ein enzyklopädisches Standardwerk über die Geschichte der „Mutter aller Festspiele“, über das große Schaffen des Leipziger Komponisten Richard Wagner, über 150 Jahre deutsche Theatergeschichte, Politik, Kultur und gesellschaftlichen Diskurs. Dieses zu würdigen entspricht den Satzungszielen der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig absolut“, so die Begründung.

 

Die Leipziger Richard-Wagner-Stiftung ehrt mit dem mit 10.000 € dotierten Preis seit 2013 intensives künstlerisches und publizistisches Wirken zu und im Sinne Richard Wagners. Der Preis, eine dem von dem Leipziger Maler und Bildhauer Max Klinger für Leipzig entworfenen aber nie vollendeten Wagner-Denkmal nachempfundene 35 Zentimeter hohe Skulptur, wird alljährlich zu den Leipziger Richard-Wagner-Festtagen in den Kategorien Musik oder Publizistik für eine besondere Leistung oder ein Lebenswerk vergeben und ebenso an einen herausragenden Nachwuchskünstler. Im Jahr 2014 wurde die polnische Dirigentin und Opernintendantin von Breslau, Prof. Ewa Michnik mit dem Preis ausgezeichnet, 2015 der Dirigent Christian Thielemann und 2016 die Opernsängerin Waltraud Meier.

 

Der Leipziger Richard-Wagner-Preis 2017 wird am Sonntag, den 2. Juli um 11 Uhr im Rahmen eines Festaktes in der Oper Leipzig verliehen.

Zur Person Dr. Oswald Georg Bauer

Geboren 1941 in Würzburg. Studium der Theaterwissenschaft, Literatur, Kunstgeschichte und Musik an den Universitäten München und Wien. Promotion „summa cum laude“ in Wien mit einer Dissertation über „Allegorien auf dem Theater des Mittelalters und der Renaissance“.

Lehraufträge an den Universitäten Wien und Aachen.

Ab 1971 Kontakt zu Wolfgang Wagner. Ab 1973 wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter von Wolfgang Wagner bei den Bayreuther Festspielen, ab 1976 auch Leiter des Pressebüros der Festspiele. Von 1986 bis 2008 freier Mitarbeiter des Festspielleiters Wolfgang Wagner. Seit 1986 Generalsekretär der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Beteiligt am Aufbau der Abteilung IV, Darstellende Kunst. Seit 2004 im Ruhestand. Seit 2005 Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

 

Lehraufträge:

Von 1969 bis 1972 Lehraufträge an den Universitäten Wien und Aachen. Von 1985 bis 2004 Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität und an der Akademie der Bildenden Künste München (in der Klasse Bühnenbild). Lehrgebiet: Geschichte und Ästhetik des Bühnenbildes vom Barock bis zum 20.Jahrhundert, Geschichte des europäischen Theaters von der Antike bis zur Jetztzeit, allgemeine Kulturgeschichte.

 

Vortragstätigkeit:

in Deutschland und ganz Europa, in Japan, Russland, Australien, Südamerika (Brasilien), USA, Kanada, Südafrika (Johannisburg, Pretoria, Durban, Kapstadt) Schweden und Island. Im Herbst 2004 dreimonatige Vortragsreise: University of Hawaii Honolulu, San Francisco, Los Angeles, Dallas (Texas), Chicago, Minneapolis, Toronto,  Boston, New York, Florida, Sidney, Melbourne, Adelaide, Tokio, Venedig.

Vier Vorträge in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, die Beachtung gefunden haben:

 „Das Sichtbare in der Oper. Vom illustrierenden  zum interpretierenden Bühnenbild“ (Abdruck im Jahrbuch  9 der Akademie, 1995).  

„...daß der Ausdruck Eindruck werde“. Gustav Mahler und Alfred Roller. Die Reform der Wiener Wagner-Szene“ (Abdruck im Jahrbuch 11 der Akademie, 1997 ). 

 „Die Galli Bibiena. Bühnenbildner und Architekten des europäischen Hochbarock“ (Abdruck im Jahrbuch 14 der Akademie, 2000).

 „Die Entdeckung der Welt auf dem Theater“ (Abdruck im Jahrbuch 20 der Akademie, 2006).

 

Ausstellungen:

Seit 1974 jährlich in Bayreuth zu Themen der Festspiele, seit 1976 in ganz Europa, unter anderen in der Royal Festival Hall in London, der Grand Opéra im Palais Garnier in Paris, in der Scala in Mailand, im Opernhaus in Sidney/Australien, in Rußland, in Japan (Tokio und Osaka), in Südkorea und Brasilien (Sao Paulo) und Venedig. Die Ausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele war in vier Kontinenten zu sehen und zog 1.2 Millionen Besucher an.

Konzeption der Ausstellung  „Entfesselt. Die russische Bühne 1900 - 1930“ in der Akademie der Künste in München und Herausgeber des Katalogs.

Verschiedene Rundfunk- und Fernsehsendungen: Im In-und Ausland, unter anderem in Südafrika, Brasilien, Australien

Tätigkeit als Berater: Wissenschaftlicher Berater bei der Film-Dokumentation der BBC London zum 100jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele.

Künstlerischer Berater beim Film-Projekt „ Richard Wagner“ von Tony Palmer mit Richard Burton als Richard Wagner und Vanessa Redgrave als Cosima Wagner.

 

Veröffentlichungen:

Zahlreiche Veröffentlichungen und Kataloge, u.a:

1876 Bayreuth 1976. Hundert Jahre  Bayreuther Festspiele.

Wieland Wagner, Sein Denken, Bayreuth 1991.

Dort stehe es auf dem lieblichen Hügel bei Bayreuth. Die Baugeschichte des Festspielhauses, Bayreuth 1994.

Katalog der Ausstellung „Entfesselt. Die russische Bühne 1900 - 1930“ in der Akademie.

 

Buchveröffentlichungen:

Richard Wagner, Die Bühnenwerke von der Uraufführung bis heute, Propyläen Verlag Berlin 1982. Französische Ausgabe 1983 in: Office du Libre, Fribourg (Schweiz) und englische Ausgabe 1983 bei Rizzoli in New York

Richard Wagner geht ins Theater, Bayreuth 1996, englische Ausgabe 1998.

Richard Wagner in Würzburg. Der Beginn einer theatralischen Sendung. Petersberg 2004

Josef Hoffmann. Der Bühnenbildner der ersten Bayreuther Festspiele, München 2008

Wolfgang Wagner. Der Festspielleiter. Der Regisseur. Der Bauherr. Ein Arbeitsbuch zu seinem Andenken, Bayreuth 2011

Englische Ausgabe: Wolfgang Wagner.  Festival Administrator . Opera Director. Building Project Manager, 2012

Die Geschichte der Bayreuther Festspiele, Band 1 und 2, (1.300 Seiten) Deutscher Kunstverlag München/Berlin 20016

Im Juli 2017 wird erscheinen: Wieland Wagner, Visionär und Revolutionär  des Musiktheaters, Deutscher Kunstverlag Berlin, 2017 (zusammen mit Till Haberfeld)

Preisträgerin beim 4. Internationalen Wettbewerb um den Richard-Wagner-Preis in der Kategorie Nachwuchs steht fest

Natalia Boeva - Fotograf Robert Raithel

Siegerin des Internationalen Wettbewerbs 2017 um den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig in der Kategorie Nachwuchs ist die Mezzosopranistin Natalia Boeva (27) aus St. Petersburg. Der Wettbewerb fand am 27. und 28. April 2017 in der Klinger-Villa in Leipzig statt.  „Frau Boeva bestach durch eine künstlerisch wie gesangstechnisch hervorragende Darbietung“ begründet  die Opernregisseurin und Juryvorsitzende Jasmin Solfaghari die Entscheidung der Jury. „Sie sang die Arie der Charlotte aus Jules Massenets  ,Werther’ und die Arie des Komponisten aus Richard Strauß’ ,Ariadne auf Naxos’ sowie die Arie der Erda aus dem ‚Rheingold’ von Richard Wagner. Alle drei Rollen wurden von Frau Boeva darstellerisch wie musikalisch überzeugend vorgetragen. Ihr Umgang mit der deutschen wie der französischen Diktion war vorbildlich.

 

Boeva hat am staatlichen Rimskij-Korsakov-Konservatorium und der EDIKA-Universität ihrer Heimatstadt St. Petersburg studiert und ihren Bachelor sowohl in Gesang als auch Chorleitung abgelegt. Seit Oktober 2016 studiert die junge Künstlerin an der Theaterakademie August Everding in München im Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang und in der Gesangsklasse bei KS Prof. Christiane Iven.

 

Ein Stipendium für die Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth erhielten die aus Südkorea stammende Pianistin Yuna Kim (23) von der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf sowie die Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold (27) und der Organist Sebastian Heindl (19), beide Leipziger und Studenten an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in der Geburtsstadt Richard Wagners.

 

Erfreut zeigte sich auch Thomas Krakow, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig: „Noch nie lagen die Preisträgerin und die Stipendiaten in ihrem Leistungsniveau so eng beieinander. Das Ergebnis überzeugt und bestätigt uns in unserer Arbeit.“  

 

Die Preisverleihung findet am 2. Juli 2017 im Rahmen einer Festveranstaltung während der Leipziger Richard-Wagner-Feststage in der Oper Leipzig statt. Überreicht wird der Preis in Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Jung durch die Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig, Dr. Skadi Jennicke und vom Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig. 

 

Mit dem Richard-Wagner-Nachwuchspreis der Stiftung werden junge Nachwuchskünstler geehrt, die ihr überdurchschnittliches Können mit intellektuellem Zugang zum Werk und der Ideenwelt Richard Wagners unter Beweis gestellt haben. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert.