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Schätze aus der Sammlung Bruno Lussato

Eine Sonderausstellung der Richard Wagner Stiftung Leipzig anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner in der Stadtbibliothek Leipzig.

13. Mai – 27. Juli 2013

Die Ausstellung wurde großzügig von der Sparkasse Leipzig und Herrn Dr. Arend Oetker unterstützt.

Der Sammler Bruno Lussato

Bruno Lussato wurde am 25. November 1932 in Tunis geboren. Nach Abschluss seines Studiums wurde er 1960 Assistent am Lehrstuhl „Les congrès internationaux d’organisation scientifique du travail“ in Paris. 1966 wurde er Direktor der Abteilung Organisation und Informatik an der HEC, die zu den führenden Management-Universitäten der Welt gehört. Staatspräsident Georges Pompidou richtete 1970 am „Conservatoire National des Arts et Métiers“, kurz CNAM, speziell für ihn den Lehrstuhl “TSO, Theorie und Systemorganisation“ ein.

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Die Objekte

Richard Wagners Opus Magnum „Der Ring des Nibelungen“ entstand in einem Arbeitsprozess von über 30 Jahren. Erste Ideen zum „Nibelungenwerk“ gehen auf das Jahr 1843 zurück, als Wagner in Dresden Hofkapellmeister war und sich inmitten politischer Turbulenzen intensiv mit den deutschen Sagen, der Edda, den griechischen Mythologien und dem Gral-Mythos beschäftigte.

 

Sein Aufsatz „Die Wibelungen. Weltgeschichte aus der Sage“ von 1848, stellt eine Zusammenschau und Interpretation verschiedener Sagenkreise dar, in der einige Hauptmotive des „Rings” bereits benannt wurden.

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1 Erster Autograph „Siegfrieds Tod“, 12.08.1850

Durch viele Hände ist er gewandert und zeitweise galt er sogar als verschollen: Wagners erster Autograph von „Siegfried‘s Tod“. Schon zu seinen Lebzeiten soll er Wagner abhanden gekommen sein, 1933 wurde er wieder entdeckt und vom französischen Politiker Louis Barthou gekauft. Der ließ ihn in der Nationalbibliothek verwahren, doch auch da verschwand er wieder und tauchte Jahre später beim Auktionshaus Sotheby‘s auf, wo Bruno Lussato ihn erstand. Seitdem befindet sich das Dokument sicher in dessen Sammlung. Der Autograph ist auf den 12. August 1850 datiert und zeigt Wagners erste Komposition für den Ring. Dabei handelt es sich um „Siegfrieds Tod“ und um das Thema für den „Walkürenritt“. 

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2 Oper und Drama Erster Theil, 1852

Der Aufsatz „Oper und Drama“ liegt hier in seinem ersten Teil als Autograph vor. Darin geht es nicht nur um Wagners Begriff von Oper und Drama, sondern auch um das Zusammenspiel von Oper und Musik. Im zweiten Teil greift Wagner die Frage nach dem Zusammenhang von Schauspiel und dem Wesen der dramatischen Dichtkunst auf, im dritten geht es um die Dicht- und die Tonkunst im Drama der Zukunft. 

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3 Drei Operndichtungen, 1852

Im Jahr 1851 sah Wagner sich gezwungen Rechenschaft über sein bisheriges künstlerisches Schaffen abzulegen. Seine Schrift „Oper und Drama“ war bei einigen seiner Zeitgenossen auf Unverständnis gestoßen. Die darin vertretenen Ansichten schienen nicht im Einklang mit seiner bisherigen künstlerisch Arbeit zu stehen. Diesen Widerspruch aufzulösen war Wagners Gedanke, als er das Vorwort zu seinen „Drei Operndichtungen“ verfasste. Darin wendet er sich ausdrücklich nur an seine Freunde.  

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4 Eine Biographie mit Portrait, 1855

Wagner befindet sich in erlesener Gesellschaft. Auch Beethoven, Gluck, Haydn und Mozart gehören zu den Komponisten, die in der Reihe „Die Componisten der neueren Zeit“ porträtiert werden. Im 24. Teil der Reihe beschäftigt sich Wilhelm von Lenz mit dem Lebensweg des großen Romantikers. Er beschäftigt sich nicht nur mit seinem künstlerischen Werdegang, sondern auch seinen theoretischen Ansichten, wofür er Wagners Schriften „Oper und Drama“ sowie „Drei Operndichtungen, nebst einer Mittheilung an meine Freunde“ heranzieht. Den Opern „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ widmet er sogar eine ausführliche Analyse. 

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5 Brief an Ferdinand von Ziegesar, 10. Mai 1851

Dieser Brief vom 10. Mai 1851 ist nur einer von zahlreichen Briefen der Sammlung. Er ist adressiert an Friedrich von Ziegesar, seinerzeit Intendant des Weimarer Opernhauses. Wagner teilt darin mit, dass er seine Kompositionstätigkeit an „Siegfrieds Tod“ unterbrechen möchte und stattdessen am „Jungen Siegfried“ weiterarbeiten wird. Dasselbe schreibt er auch in einem Brief an Franz Liszt. 

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6 Der Ring des Nibelungen

Der „Ring des Nibelungen“ besteht aus vier Teilen: „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ sowie „Die Götterdämmerung“. Neben der üblichen Kennzeichnung als Tetralogie taucht häufig auch der Begriff der Trilogie auf. Der Hintergrund ist die Anzahl der Festspieltage: Nach dem „Rheingold“ am Vorabend sind die übrigen drei Teile als erster bis dritter Tag durchnummeriert. 

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7 Deckblatt des „Rings“

Die endgültige Fassung des „Rings“ entstand erst 1874. Zwischen 1857 und 1869 ruhten die Arbeiten am „Ring“ weitgehend. Lange Zeit überlegte Wagner, welchen Schlusstext er für die Götterdämmerung wählen sollte. 

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8 Siegfried erster Akt, 1867

Richard Wagner beschäftigte die Komposition seines „Siegfried“ über viele Jahre hinweg. Im September 1856 begann Wagner mit der Komposition des Siegfried, brach aber die Arbeit ein Jahr später mitten im zweitenAufzug des geplanten zweiten Tages ab, nachdem diese immer wieder ins Stocken geraten war.  

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9 „Götterdämmerung” – Orchesterpartitur

Wagners monumentales Bühnenfestspiel schließt mit der „Götterdämmerung“. Mit der Vollendung der Partitur am 21.11.1874 beendete er eine 26 Jahre währende dichterische und kompositorische Arbeit. Dennoch stand damit das Werk „Der Ring des Nibelungen“ für den Komponisten keinesfalls als fertiges Kunstwerk da. Ziel der Jahrzehnte langen Arbeit war die Aufführung.  

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10 Wahnfried

„Es ist mir nöthig endlich zu wissen, wo ich hingehöre, wo ich meinen festen Wohnsitz nehme[n] und für meine Familie im bürgerlichen Sinne sorgen kann. Ich habe viele Jahre meines Lebens dem wüsten Walten des Zufall’s anheim geben müssen, nenne keinen Besitz mein und lebe wie ein Flüchtling in der Welt.“ Diese, aus einem Brief an den bayerischen König Ludwig II. stammenden Worte verdeutlichen den hohen Stellenwert, den Richard Wagner einem festen Bayreuther Wohnsitz beimaß.

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